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Umbau zum Arbeitszimmer (10qm, 1 Rahmentüren, 1 Holzfenster mit Innenjalousie)
Elektroinstallationen, ein zweites Deckenlicht, Ausmalen, Regalsystem, Teppichleisten, eine Wandverkleidung aus Holz
Der große Kleiderschrank, der Tisch und die Stühle, der Bodenbelag und die Sockelleisten
Der alte Holzofen vom Vormieter!
Fachbretter für das neue Regal, Nut/Federbretter und Ziegellatten für die Wandverkleidung (vom Tischler)
Elektrostecker u. -Schalter bzw. Elektroleitungen inkl. Verrohrung, Unterputzdosen (vom Elektriker)
Die Tür aushängen und möglichst alle beweglichen Gegenstände (auch den Kasten und den Ofen!) entfernen. Den Mauerstutzen
(wo das Ofenrohr in der Wand steckte) mit der Mauerkapsel abdecken.
Dabei kann gleich eine Sortierung in "aufhebenswert" und "Müll" gemacht werden.
Je weniger im Raum ist, desto mehr Bewegungsfreiheit ist nachher gegeben!
Achtung: Den Tisch verwenden wir später als Auflage zum Türenschleifen.
Den Boden mit der Abdeckplane auslegen und an den Rändern mit dem Klebeband fixieren.
Den Tisch mit Zeitungspapier/Pappe und Abdeckplane großzügig einpacken damit keine
Beschädigungen vorkommen können und wieder in den Arbeitsraum tragen.
Mit zwei Streifen Plane die Türrahmen überlappend innen abdecken und am Türrahmen fixieren
um die Staubentwicklung auf den Arbeitraum zu begrenzen.
Um ein Gefühl für die Geräte zu bekommen ist zuerst die Tür dran.
Bevor wir ans Schleifen gehen müssen die Drücker (Klinken) und Langschilder abgeschraubt
(das alte Schloß bleibt noch drin, damit das Holz an dieser Stelle nicht eingerückt werden kann) und
mit den Schraubzwingen am Tisch fixiert werden.
Zuerst mit der Lötlampe den alten Lack erhitzen und mit der Spachtel grob abschaben.
Dann mit groben Schleifpapier mit dem Schwingschleifer die ebenen Flächen vorschleifen
(das Holz sollte nur durchscheinen). Anschließend die Ecken und Rundungen mit dem Eckenschleifgerät bearbeiten.
Diese Prozedur wird mit immer feineren Schleifpapier wiederholt, bis der alte Lack entfernt ist.
Zuletzt mit sehr feinem Schleifpapier und dem Schleifkork alle restlichen Problemstellen bearbeiten.
Nun können die Beschädigungen (tiefe Rillen, ausgebrochene Füllungsteile, Löcher, ...) mit dem Flüssigholz bzw. Holzkitt
ausgebessert werden, trocknen lassen und wieder schleifen (am besten mit der Hand).
Analog kann das Fenster behandelt werden wobei hier die Glasscheibe zum Rand hin mit Klebestreifen abgedeckt
werden sollten.
Achtung: Immer nur weg von der Scheibe flämmen, denn Glas springt leicht bei Hitze (Beim Fenster kann
auch nur mit den Schleifgeräten bzw. von Hand gearbeitet werden).
Stecker und Schalter sollten gut geplant werden. Der Lichschalter neben der Tür, die
Stecker (min. 30 cm über Boden!) in der Nähe der geplanten Verbraucher sind ein guter Tipp.
Nun geht's ans Stemmen (mit Fäustl und Meissel) der Leitungen, die wir vorher mit dem Zimmermannsbleistift
an der Wand angezeichnet haben (Anschluß an den bestehenden Stromkreis nicht vergessen!).
Bei den Unterputzdosen (für Schalter und Stecker gleich) etwas tiefer stemmen!
Die Kabel vor der Verlegung in die Verrohrung einziehen (erspart Kummer bei Ecken) und nicht zu knapp (+40cm an
jeder Seite) mit der Zange abzwicken. Anschließend die Kabelrohre ca. alle 80cm mit Elektrikergips in den
gestemmten Rinnen fixieren. Die Unterputzdosen mit Gips in die vorgesehenen Stellen "kleben" dabei aber auf
einen planen Abschluß mit der Wand achten (4mm zu tief ist kein Problem, hervorstehen schon). Sind die Dosen
fest verankert, können wir die Stecker und Schalter OHNE Abdeckung montieren.
Die Wände und die Decke mit einer breiten Spachtel oberflächlich abschaben und so lose Verputz- und Farbreste
zu entfernen. Löcher können im selben Arbeitsgang mit Spachtelmasse ausgeglichen werden.
Jetzt ist erst einmal eine oberflächliche Reinigung mit Besen und Schaufel fällig, damit die Abdeckplane nicht
von Steinen oder Mauerteilen durchlöchert wird.
Die Wandverkleidung aus Nut/Federbrettern wird mit einer sogenannten Konterlattung verlegt. Das bedeutet, daß
zuerst mit den Ziegellatten (ob Hoch- oder Querkant ist unerheblich) ein Unterbau geschaffen wird, auf dem
dann die Federbretter mit den Profilbrettklammern angenagelt werden können. Empfehlenswert ist eine waagerechte
Verlegung des Lattenrostes, damit die Nuten der fertigen Wandverkleidung senkrecht verlaufen und sich
der Staub nicht so leicht halten kann. Die Zahl der Ziegellatten hängt davon ab, wie viel später an der Verkleidung
angebracht wird (60cm Abstand ist günstig).
Die Federbretter (vom Boden zur Decke) und Latten (von Wand zu Wand) kürzen wir am besten mit der Kreissäge auf
die richtige Länge. Die zukünftigen Stellen der Latten mit dem Maßstab und der Wasserwaage ausmessen und anzeichnen,
jede einzelne Latte (von oben nach unten) an die Wand halten und mit Holzbohrer soweit durchbohren, daß sich
die Bohrlöcher leicht an der Wand abzeichnen. Nun mit dem Steinbohrer (8mm ist meist ausreichend) die Dübellöcher
in die Wand bohren und die Dübel setzen und die Latte anschrauben (nicht ganz festschrauben, da sonst Unebenheiten
der Wand nicht mehr ausgeglichen werden können). Der fertige Lattenrost sollte waage- und lotrecht sein
(die Wasserwaage gibt Auskunft).
Zu diesem Zeitpunkt sind alle groben, staubigen Arbeiten getan und wir können die Tür und das Fenster lackieren. Bei heutigen Lacken ist mehrfaches streichen nicht mehr nötig, trotzdem gibt's ein paar Stolperfallen:
Die Flächen am besten waagerecht bearbeiten, so können Farbtränen vermieden werden.
Den Farbauftrag nicht zu großzügig wählen, weniger ist oft mehr!
Große Flächen mit dem Lackroller, Kanten und Ecken mit dem Pinsel streichen.
Mit dem Abdeckband werden alle nicht zu streichenden Teile wie Stecker, Schalter, Tür- u. Fensterrahmen abgeklebt.
Dann die Wandfarbe/Dispersion mit der Farbtönung einfärben und aufrühren. Bedenken Sie, daß die Farbe im trockenem Zustand
heller wird (am besten ausprobieren!). Am besten mit der Decke beginnen und danach die Wände mit der Walze streichen.
Ecken und andere nicht erreichbare Stellen mit dem Pinsel nacharbeiten - trocknen lassen und Fehler ausbessern.
Das erste Brett ohne Feder (mit Kreissäge abschneiden) von einer Zimmerecke aus bündig annageln und auf der Nutseite mit den Profilklamern fixieren (natürlich auf dem Lattenrost!). Anschließend alle anderen Bretter nach dem Prinzip "Feder in die Nut des fixierten Brettes, Nut des neuen Bretts mit Profilklammern befestigen" verlegen. Das letzte Brett auf das passende Mass zuschneiden (diesmal die Nutseite abschneiden!) und am Rand annageln.
Die getrocknete Tür ist nun unser Ziel.
Das alte Schloß ausschrauben und entfernen. Sollte das nicht funktionieren, hilft ein Trick:
Einfach die alte Türklinke einstecken und mit dieser das widerspenstige Schloß lösen.
Jetzt den neuen Schloßkasten einstecken und festschrauben, die Langschilder und Drücker montieren und fertig!
Die Tür nur noch einhägen.
Elemente mit System, oder besser gesagt: ELEMENTSYSTEM - Regal hat ein paar Vorteile.
Erstens ist es in der Höhe variabel und zweitens halten die Träger einiges aus. Wenn viel Gewicht auf die einzelnen Böden
kommt, dann müssen die Schienen sehr gut befestigt sein (am besten an einer Beton- oder guten Ziegelwand).
Das Regal besteht aus drei Komponenten: 1. die Befestigungsschienen an der Wand; 2. die Trägerarme und 3. die Fachböden.
Die Schienen werden ähnlich wie der Lattenrost der Wandverkleidung (Sie erinnern sich?) senk- und lotrecht an der Wand mit Schrauben
und Dübeln an der Wand angebracht. Achten Sie darauf, daß die Dübel gut verankert sind. Der Abstand zwischen zwei Schienen
richtet sich nach den Fachbrettern (mindestens 4cm an jeder Seite abziehen), sollte aber 80cm nicht übersteigen.
Sobald die erste Schiene montiert ist, sollten Sie einen Träger eingehängen (mit dem Hammer leicht "nachhelfen") und dann
die nächsten mit der Wasserwaage danach ausrichten.
Danach hängen Sie nach Gusto alle anderen Träger ein und legen die Böden auf - fertig.
Tipp:
Um zu verhindern, daß die Fachböden seitlich verrutschen haben Sie zwei Möglichkeiten:
1. Die Schienen ausschneiden. Die Brettseite an der Wand kann an den Stellen, wo sie an den Elementsystemschienen anliegt,
mit der Tiefe und Breite der verwendeten Schiene aus dem Holz mit der Stichsäge herausgesägt werden.
2. Die Träger haben an der Vorderseite einen kleinen Haken. Dieser kann, wenn die Bretter ein wenig (min. 3cm) breiter gekauft
werden, im Brett selbst versenkt werden. Dazu ist der Haken am montierten Brett anzuzeichnen und ca. 8mm tief mit einem
entsprechenden Holzbohrer anzubohren.
Schalter- und Steckerabdeckungen montieren, alle Klebebänder und die Abdeckfolie entsorgen, reinigen und das neue Arbeitszimmer genießen!